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Weihnachtsgruß aus der Tirio-Mission

Liebe Verwandte, liebe Freunde und Wohltäter,
dieses Jahr 2020 hat sich so ganz anders entwickelt als wir es uns hätten vorstellen können. Die Coronapandemie hat unseren Alltag verändert und das Leben durcheinander gewirbelt. Auch bei uns am Amazonas war und ist die Situation weiterhin kritisch. Wenn ich  diese mit Deutschland vergleiche, könnte man sagen, dass wir hier ständig in einem Hotspot leben. Am Anfang des Jahres wurden wir mit diesem Virus überrascht. Lange sind wir davon ausgegangen, dass wir hier „so weit weg“ doch irgendwie verschont bleiben würden. Das war jedoch eine grobe Fehleinschätzung. Sofort haben wir uns mit Hilfe aus Deutschland und Brasilien aufgemacht, die Situation unserer drei katholischen Krankenhäuser und das Krankenhausschiff „Papa Francisco“ mit Geräten, Material und  Medikamenten auszustatten, um besser vorbereitet zu sein. Der zweite Schritt war dann Lebensmittel und Hygienematerial für die arme Bevölkerung zu verteilen. Für all das sind wir unseren Wohltätern sehr dankbar, vor allem auch für die Solidarität, die uns Kraft und  Hoffnung geschenkt hat in dieser unsicheren Zeit. Momentan sind einige unserer Sozialprojekte reduziert oder die Aktivitäten teilweise eingestellt. Dennoch sind wir mit den Familien, Jugendlichen und Kindern in Kontakt, die Unterstützung durch die Diözese erhalten.  Auch die Verteilung von Lebensmitteln und Hygienematerial geht weiter, da wir uns erst am Anfang der zweiten Welle befinden. Im Allgemeinen könnte man sagen, dass es viele Rückschritte gegeben hat. Interessanterweise konnten wir aber auch das Gegenteil  erleben, viele Fortschritte: Mittlerweile haben wir schon das zweite Krankenhausschiff mit dem Namen „Papa Joao Paulo II – Papst Johannes Paul II“, das die „Papa Francisco“ nun begleitet, um die Arbeit hier am Unteren Amazonas noch zu verbessern. Dadurch  haben wir mehr Behandlungsmöglichkeiten und auch mehr Platz für das Personal. Anfang Dezember wurden dann die Verträge für das dritte Krankenhausschiff in Manaus unterschrieben. Es soll den Namen von Papst Johannes XIII bekommen. Das ist eine große  Freude für den Erzbischof von Manaus, Dom Leonardo Ulrich Steiner, und die Menschen im Bundesstaat Amazonas. In diesen Tagen wurde der neue Trakt des Hospitals in Juruti mit 32 neuen Betten eingeweiht. Dann waren wir zu Besuch bei den Indigenen der  Mission Tiriyo. In einer schönen Feier wurden ein paar Laien als „Ministros Extraordinarios – außergewöhnliche Minister“ ins Amt eingeführt. Sie werden nun als Wortgottesdienstleiter, einschließlich für die Feiern von Taufen und Trauungen ihren Dienst in den   Gemeinden ausüben. Wir hatten in diesem Jahr auch zwei außergewöhnliche Weihen. Ein Neupriester, Pe. Rodrigo und drei Diakone, davon zwei ständige Diakone: Aguinaldo (Obidos) und Ronaldison (Oriximina), die ihren Dienst in ihren Heimatgemeinden  versehen. Sie sind übrigens die ersten verheirateten Diakone in der Region des Unteren Amazonas. Und Anfang November hat Marcus Vinicius, den auch viele von Euch kennen, die Diakonenweihe empfangen. Er wird nun nach dem Studium in Juiz de Fora, Minas  Gerais, nach Obidos zurückkehren und hier seinen Dienst antreten. In der Herz-Jesu-Pfarrei von Juruti Velho konnte der Bau der neuen Pfarrkirche fertiggestellt werden. Alle haben sich sehr viel Mühe gegeben und nun kann kurz vor Weihnachten dieser neue  Gottesdienstraum eingeweiht werden. In den letzten Monaten hat sich aber auch ein Schleier der Trauer über unser Bistum gelegt, da liebe Menschen aus unserer Mitte von Gott heimgerufen wurden: Adriana, Veranwortliche der Kinderpastoral, Pe. Luiz Augusto, Pfarrer
in Curua, der an Covid 19 verstarb, Lidid und Suelen, die durch einen schrecklichen Verkehrsunfall Anfang Dezember  verstarben. Lidia wuchs seit Kindesbeinen hier im Bischofshaus auf und war dann langjährige Generalsekretärin des Bistums. Schon im März d. J.  verstarb nach langer Krankheit Sr. Brunhilde Henneberger, die sich fast 50 Jahre in Juruti und Juruti Velho segensreich für die Menschen eingesetzt hat. Für alle unsere Verstorbenen und für deren Hinterbliebenen bitte ich um ein fürbittendes Gebet. Mit Dankbarkeit  möchte ich diesen Brief beenden. Wird durften in diesem Jahr viele Zeichen der Solidarität und Freundschaft erfahren. Für die vielen Grüße durch Schreiben per Post und E-Mails, die Spenden und das Wohlwollen sowie das Gebet bin ich sehr dankbar.

Allen ein  Vergelts Gott! Auch bitte ich um Nachsehen, wenn ich nicht immer so geantwortet habe, wie es sein sollte und wie ich es wohl gerne wollte. Gerade in diesem Jahr fällt es mir sehr schwer, zeitnah zu reagieren.

Nun wünsche ich Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes Jahr 2021.

In tiefer Verbundenheit und mit vielen Grüßen vom Amazonas.
Euer Fernando Johannes Fehlmann, ofm



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